Schon vor der Corona‐Krise riefen die geldpolitischen Maßnahmen der EZB (Negativzinsen, Staatsanleihekäufe) mehr und mehr Kritik hervor. Sparer machten sich um ihre Altersvorsorge Sorgen, steigende Immobilienpreise und Mieten entzündeten erhitzte Debatten. Durch das PSPP‐Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 5. Mai 2020 wurde erstmals höchstrichterlich festgestellt, dass solche und andere Nebenwirkungen der Geldpolitik gründlicher mit abgewogen werden müssen. Aber auch nach diesem Urteil lässt das bisherige Mandat der EZB einen sehr weiten Spielraum: Neben immer größeren Programmen zum Kauf von Staatsanleihen erwägt die EZB inzwischen, ihr Inflationsziel zu lockern und sich im Klimaschutz zu engagieren. So droht die Verantwortlichkeit zwischen demokratischer Politik und unabhängigem Expertentum immer weiter zu verschwimmen. Dies zeigt deutlicher denn je, dass die faktische Unabhängigkeit der EZB gestärkt werden muss: indem ihre Spielräume glaubwürdig enger umgrenzt und klarer am Gemeinwohlziel der Preisstabilität ausgerichtet werden.

In dem Podcast spricht Michael Rasch mit Professor Rüdiger Bachmann von der University of Notre Dame in den USA über die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Folgen des Coronavirus Sars-CoV-2, die sogenannten Coronomics. Es geht um die Angemessenheit der Reaktion der deutschen Bundesregierung, die Solidität des Bundeshaushalts, Hilfen für Italien, die Rolle der Europäischen Zentralbank bei der Krisenbekämpfung und die Abwägung zwischen dem Einsatz des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und Eurobonds bzw. Corona-Bonds.

In dem Podcast spreche ich mit Professor Gunther Schnabl von der Universität Leipzig über die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), deren Risiken und Nebenwirkungen, die Bedeutung des Wechsels an der Spitze der EZB von Mario Draghi zu Christine Lagarde, die Gefahr der Berücksichtigung von Klima-Aspekten bei der EZB-Politik sowie die angekündigte Überprüfung der geldpolitischen Strategie.

In dem Podcast spreche ich mit Professor Philipp Sandner von der Frankfurt School of Finance & Management darüber, was eine Blockchain ist, wie die Technologie funktioniert, warum sie potenziell so disruptiv für Branchen wie den Banken- und Finanzsektor ist, welche Anwendungsgebiete es gibt und was das alles mit Kyptowährungen wie Bitcoin zu tun hat.